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Stickerei
Stickerei für Stickerei und Textildruck von ZSK, Brother, TOWA, Madeira Garnfabrik. Aktuell 170 Artikel in dieser Kategorie.
Sie sind unsicher, welche Ausführung zu Ihrer Maschine passt? Sprechen Sie uns an – wir prüfen die Kompatibilität für Sie.
Vlies, Nadel, Garn und Fadenspannung richtig wählen
Eine Stickmaschine ist nur so gut wie das, was Sie einlegen. Die meisten Probleme im Stickalltag – Fadenbrüche, verzogene Logos, wellige Textilien – kommen nicht von der Maschine, sondern von der Kombination aus Vlies, Nadel, Garn und Fadenspannung. Alle vier lassen sich systematisch bestimmen.
Vlies – die Grundlage für ein stabiles Stichbild
Grundregel: Je dehnbarer der Stoff, desto stabiler muss das Vlies sein.
| Vliesart | Verhalten | Passend für |
|---|---|---|
| Reißvlies | wird nach dem Sticken abgerissen | Gewebe: Hemden, Blusen, Taschen, Caps – der Universalstabilisator |
| Schneidvlies | bleibt im Textil, wird zurückgeschnitten | dehnbare Maschenware: Jersey, T-Shirts, Sweatstoffe, Polos |
| Kappenvlies | fester, für die gewölbte Fläche | Caps und Mützen |
| Wasserlöslich | löst sich rückstandsfrei aus | Tüll, Organza, Spitze – und als Deckvlies auf Frottee |
Warum Schneidvlies bei Jersey? Ein Reißvlies gibt beim Waschen und Tragen mit dem Stoff nach – die Stickerei wellt sich. Das Schneidvlies bleibt dauerhaft im Textil und nimmt der Fläche unter der Stickerei die Dehnung.
Deckvlies bei Frottee und Fleece: Bei hochflorigen Materialien legen Sie zusätzlich ein wasserlösliches Vlies oben auf. Es verhindert, dass die Schlingen zwischen den Stichen durchdrücken.
Bei schwierigen Materialien sind zwei oder drei Lagen Reißvlies oft besser als eine dicke Lage – die Fasern liegen dann in verschiedenen Richtungen.
Nadel – die Spitzenform ist wichtiger als die Stärke
Industriestickmaschinen arbeiten mit dem Nadelsystem DBxK5: größeres Öhr und ausgeprägtere Hohlkehle als bei Nähmaschinennadeln, beides schont das Garn bei hoher Geschwindigkeit.
| Spitze | Kürzel | Wirkung | Passend für |
|---|---|---|---|
| Kugelspitze | SUK, SES | verdrängt die Maschen, statt sie zu durchstechen | Jersey, Sweat, Polo, Maschenware |
| Scharfe Spitze | R | durchsticht das Gewebe sauber | dicht gewebte Stoffe, Leder, Beschichtetes |
Der häufigste Fehler: eine scharfe Nadel in Maschenware. Sie schneidet die Maschen an – sichtbar wird das oft erst nach ein paar Wäschen, wenn sich Löcher bilden.
Stärke: Bei üblichem Stickgarn der Stärke 40 gilt als Faustregel die Nadelstärke 75, bei festeren Materialien 80. Grundsatz: so fein wie möglich, so stark wie nötig. Titan- und Titan-Nitrid-beschichtete Nadeln halten deutlich länger – bei durchgehender Produktion rechnet sich der Aufpreis über die Standzeit.
Nadeln sind Verschleißteile. Eine stumpfe Nadel erkennt man nicht mit bloßem Auge, aber an der Zunahme von Fadenbrüchen.
Garn – Stärke und Material
Stickgarn der Stärke 40 ist der Industriestandard; die Bezeichnung 120/2 beschreibt dasselbe Garn. Feineres Garn (60) für sehr kleine Schriften, gröberes (30) für kräftige Motive.
| Polyester | Viskose | |
|---|---|---|
| Glanz | seidig, gleichmäßig | intensiver, edler Glanz |
| Reißfestigkeit | sehr hoch | geringer |
| Chlor- und Waschbeständigkeit | hoch | empfindlicher |
| Typisch für | Arbeitskleidung, Sport, Workwear | Mode, Repräsentation, Heimtextilien |
Fadenspannung – messen statt schätzen
Auf der Rückseite eines sauber gestickten Satinstichs sollte in der Mitte etwa ein Drittel Unterfaden zwischen zwei Dritteln Oberfaden sichtbar sein.
Oberfaden zu locker: Schlaufen auf der Oberfläche, Oberfaden auf der Rückseite sichtbar, Fadenbrüche, schiefe Stiche.
Unterfaden zu locker: lose Schlingen auf der Unterseite, Unterfaden wird nach oben ins Motiv gezogen.
Ein TOWA-Fadenspannungsmessgerät misst objektiv – die digitale Ausführung in mN von 0 bis 4.500 und gF von 0 bis 600. Sie notieren einmal die Werte, bei denen Ihre Maschine sauber läuft, und stellen sie danach jederzeit exakt wieder ein. Besonders wertvoll, wenn mehrere Personen an der Maschine arbeiten.
Schnelle Fehlersuche
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache |
|---|---|
| Häufige Fadenbrüche | stumpfe oder falsche Nadel · Oberfadenspannung zu hoch · Garn zu alt oder falsch abgezogen |
| Logo verzogen, Kreis wird oval | Unterlage fehlt · Zugausgleich zu gering · Vlies zu schwach für den Stoff |
| Textil wellt sich nach dem Waschen | Reißvlies statt Schneidvlies bei Maschenware |
| Untergrund scheint durch | Stichdichte zu locker · Deckvlies fehlt bei Frottee |
| Kleine Löcher im Jersey nach einigen Wäschen | scharfe Nadel statt Kugelspitze |
| Unterfaden oben sichtbar | Fadenspannung nicht abgeglichen – mit dem Messgerät prüfen |
Sagen Sie uns, welche Textilien Sie besticken und mit welcher Maschine – wir stellen Vlies, Nadeln und Garn passend zusammen. Und wenn ein Stichbild nicht sitzt: Schicken Sie uns ein Foto von Vorder- und Rückseite, meist ist die Ursache daran schon zu erkennen.